Kraft und Schönheit der Eiswelt

    Ab dem 11. April 2026 zeigt das Haus der Fotografie die Ausstellung «SEBASTIAN COPELAND’S GREENLAND THE LAST GENERATION ON ICE». Sebastian Copeland gehört zu den bedeutendsten Abenteurern der Welt.

    (Bild: Remo Buess) Grönland, fotografiert von Sebastian Copeland.

    Sebastian Copeland ist ein preisgekrönter Fotograf, Polarforscher und Umweltschützer und gilt als einer der bedeutendsten Abenteurer unserer Generation. Seine Karriere begann er als kommerzieller Mode- und Werbefotograf auf der «Madison Avenue». Seither nutzt er seine Erfahrung, um bedrohte Lebensräume zu dokumentieren. Während seiner Expeditionen auf Skiern quer durch die Arktis lässt er seine tiefe Verbundenheit mit dieser fragilen Welt in seine Arbeit einfliessen. So entstehen eindrucksvolle, tiefgründige und atemberaubende Porträts – jene der Eisberge.

    Seit über 25 Jahren ist Sebastian Copeland eine herausragende Persönlichkeit in der Konservierung- und Kunstfotografie. Seine Werke werden weltweit ausgestellt, in Magazinen wie GEO, National Geographic, Vanity Fair oder The New York Times veröffentlicht. Er hat sechs Bücher zu den Polarregionen publiziert, wobei er auch ein gefragter Redner bei Institutionen wie den Vereinten Nationen, der COP21 in Paris oder TEDx ist. Auch die Entstehungsgeschichte seiner Arbeiten beeindruckt: So leitete er 27 Polarexpeditionen und legte dabei über 12’000 km auf Skiern zurück. Unter anderem durchquerte er die Antarktis über 4’100 Kilometer von Küste zu Küste. Auf seinen Reisen durch die Polarregionen ist er ständig extremen Gefahren ausgesetzt – ob Gletscherspalten, Eisbären oder Temperaturen von bis zu minus 60 Grad. Diese gewaltige, archaisch anmutende Natur nimmt er bewusst in Kauf. Denn er versteht sich als Vertreter dieser eisigen Welt, die von grosser Schönheit ist, zugleich jedoch zunehmend bedroht wird.

    Nur wenige Menschen bekommen diese Zerbrechlichkeit zu sehen – umso grösser ist Copelands Anliegen, diese flüchtigen Momente fotografisch festzuhalten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. «Den Menschen zu helfen, sich in diese Welt zu verlieben», sagt Copeland, «ist ein Katalysator für den Wunsch, sie zu schützen.» Denn, «wenn die Natur spricht und wir nicht zuhören, lässt uns die Fotografie mit den Augen hören.»

    Die Ausstellung im Haus der Fotografie stellt die grönländische Arktis auf drei Stockwerken in den Mittelpunkt. 67 Fotografien und mehrere Filme geben Einblick in die beeindruckende Schönheit dieser bedrohten Natur und ihrer Bewohner/innen. Die besondere Stärke seiner Arbeit liegt in der Überwindung der Distanz zwischen der realen, vergänglichen Landschaft und der Wahrnehmung der Betrachter/innen. Seine Bilder ziehen das Publikum in ihren Bann – sie beeindrucken, berühren und bleiben unvergessen. Es ist nahezu unmöglich, sich der Kraft und Schönheit der Eiswelt Grönlands zu entziehen.

    pd

    www.ipfo.ch

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